Stadt als vorbildliche Arbeitgeberin aufsttellen und Servicecharakter stärken

1. Oktober 2022

Ulrike Baumgärtner

Eine Verwaltung kann nur dann leistungsfähig und serviceorientiert arbeiten, wenn es ausreichend Mitarbeiter*innen gibt, die nicht permanent an der Grenze ihrer Belastbarkeit sind oder darüber hinausgehen. Mein Ziel als Chefin der Verwaltung ist es, die Stadtverwaltung Tübingen zu einer der attraktivsten Arbeitgeberinnen in der Region zu machen. Gemeinsam mit dem Personalrat, den Amtsleiter*innen und den Gleichstellungs- und Schwerbehindertenbeauftragten werde ich mich als Oberbürgermeisterin von Tübingen für folgende Maßnahmen einsetzen:

  • Die Einführung eines umfassenden betrieblichen Gesundheitsmanagements nach dem Vorbild der Stadt Aachen, bei dem auch psychosoziale Faktoren präventiv angegangen werden.
  • Die gezielte Suche und Förderung von qualifizierten Frauen für die Besetzung der Aufsichtsräte städtischer Tochtergesellschaften.
  • Eine professionell begleitete Personaloffensive, insbesondere für Erzieher*innen, Altenpfleger*innen, Verkehrs- und Stadtplaner*innen sowie IT-Fachleute.
  • Eine Überarbeitung der Stellenausschreibungen, um Quereinstiege und eine Anerkennung vielfältiger Bildungsabschlüsse zu ermöglichen.
  • Gesonderte Unterstützungsmöglichkeiten bei der Suche nach einem Kita-Platz für Mitarbeitende der Stadtverwaltung, der Teilort-Verwaltungsstellen und der städtischen Eigenbetrieben gilt es zu prüfen.


Was wollen die jüngsten Tübinger*innen? Auf Tour mit dem Eis-Bike

Ulrike Baumgärtner

21. September 2022

Die wohl bisher ungewöhnlichsten Wahlkampf-Begegnungen fanden in meinen zwei Wochen auf Eis-Bike Tour statt. Mit einem tollen E-Bike Lastenrad und großen Kübeln Eis im Gepäck war ich ab Ende August für zwei Wochen auf verschiedenen Spiel- und Bewegungsplätzen unterwegs. Dort habe ich viel Eis in Kinderhände gegeben, aber auch in so manche Mama- und Papa-Hand. Mein Ziel der Tour war, mit den jüngsten Tübinger*innen ins Gespräch zu kommen und sie und ihre Familien zu fragen, was sie brauchen, um in Tübingen gut aufzuwachsen.

Viele Kinder freuen sich über Tübingens Spielplätze, wünschen sich aber mehr Hüpf- und Bewegungsangebote in der Stadt und am liebsten für jeden Tag ein Eis. Die Jugendlichen hätten gern mehr Ausgehmöglichkeiten und Plätze zum Aufenthalt für ihre Altersgruppe. Einige sorgen sich wegen der rapiden Klimakrise und waren ganz interessiert an meinem Vorhaben des Klimainnovationsfonds.

Mit den Eltern und Angehörigen der Kinder sprach ich viel über das Betreuungsangebot und die Wohnraumfrage in der Stadt.

Momentan gibt es keine verlässliche Kinderbetreuung in Tübingen; viele Kitas müssen die Betreuungszeiten kürzen. Dies hat zur Folge, dass viele Elternteile nicht aus der Elternzeit kommen oder ihre Arbeitszeit darunter leidet, weil sie spontan einspringen müssen. Gute Betreuung für unsere Kinder zu garantieren ist eine große Herausforderung, die wir jetzt sehr schnell angehen müssen. Dazu braucht es vereinte Kräfte. Ganz konkret schlage ich vor, einen regelmäßigen Austausch mit dem Landratsamt, dem Studierendenwerk, dem Universitätsklinikum und den großen Wirtschaftsunternehmen durchzuführen und einen kommunalpolitischen Ratschlag im Bereich Kinderbetreuung zu initiieren.

Viele Familien, insbesondere Alleinerziehende oder Menschen mit geringerem Einkommen, haben große Probleme, bezahlbaren Wohnraum in Tübingen zu finden. Hier möchte ich einen Paradigmenwechsel in der Wohnraumpolitik einleiten und 5000 neue Wohneinheiten ausbauen. Davon soll die Hälfte im kommunalen und gemeinwohlorientierten Wohnungsbau entstehen. Zudem möchte ich in der Quartiersentwicklung alternative Wohnformen wie zum Beispiel die Cluster-Wohnungen vorantreiben, bei denen Bewohner*innen in größeren Gebäudekomplexen je nach Lebenslage mehr oder weniger Wohnraum zur Verfügung steht.

Ein paar kleinere, aber nicht weniger wichtige Themen, die häufig zur Sprache kamen, sind mehr öffentliche Toiletten und ein striktes Rauchverbot in Spielplatz-Nähe sowie ein Familienticket für den ÖPNV in der Stadt.

Mir persönlich hat die Eis-Bike Tour sehr viel Spaß gemacht. Es ist ein tolles Format, das bei Jung und Alt gut ankam. Es bot mir die Gelegenheit, mit den Familien ganz unkompliziert und entspannt ins Gespräch zu kommen. Im Gegensatz zu den klassischen Wahlkampfständen war die Hürde sich gegenseitig anzusprechen viel kleiner. Und was uns allen durch die Gespräche bewusst wurde: Kommunalpolitik nimmt an sehr vielen Stellen Einfluss auf unser Leben.

Dort zu sein, wo die Tübinger*innen sind, zu fragen wo der Schuh drückt und mit offenem Blick in der Stadt unterwegs zu sein, ist mir für mein politisches Handeln sehr wichtig! Es hat meine Ideen für Tübingen  unglaublich bereichert, mit den Kindern und Jugendlichen zu sprechen und mir nochmal deutlich gemacht, welche Themen in Tübingen aktuell diskutiert werden und welche Entscheidungen notwendig sind, um hier Abhilfe zu schaffen: Ein Mobilitätskonzept, das die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer*innen in den Fokus rückt, der Ausbau von Wohn- und Entfaltungsräumen, ausreichend Betreuungsangebote und eine schnelle Umsetzung meines Klima-Innovationsfonds.

Danke an alle Kinder und Familien im 3inOne-Bewegungspark, auf dem Magazinplatz in Derendingen und auf den Spielplätzen im Alten Botanischen Garten, auf dem Sand, an der Ammer, hinter der Musikschule und im wunderbaren Weilheim. Es war mir eine große Freude!


Klimaschutz und Naturschutz: Zwei Seiten der gleichen Medaille

Ulrike Baumgärtner

18. September 2022

Wasserknappheit, Waldbrandgefahr, überhitzte Plätze, heftige Unwetter oder Starkregen-Ereignisse sind spürbare Folgen des Klimawandels. Die Klimaerwärmung und der dramatische Verlust der biologischen Vielfalt sind eng miteinander verwoben. Wir müssen weiter auf dem 1,5-Grad-Pfad vorangehen.

Als Oberbürgermeisterin von Tübingen werde ich folgende Maßnahmen anregen:

  • Mittel aus dem Bundesprogramm Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel abrufen, um Begrünungsmaßnahmen in der Innenstadt und den Quartieren für ein kühlendes Stadtgrün umzusetzen.
  • Über die städtischen Mittel für Klimaschutzmaßnahmen ein Förderprogramm Fassadenbegrünung für private und unternehmerische Bauherr*innenschaft aufsetzen.
  • Die Auswahl und Anordnung der Begrünungskonzepte auf die Bedürfnisse von Insekten und Vögeln ausrichten und mit zusätzlichen Nisthilfen an öffentlichen Gebäuden ergänzen.
  • Das Ausbauziel auf 200 Megawatt Strom aus Erneuerbaren Energien verwirklichen und die Installation von gewerblichen PV-Anlagen auf privaten Dächern deutlich beschleunigen.
  • Eine ökologische Aufwertung der Grünflächen, um einen positiven Beitrag zum Mikroklima der Stadt zu leisten sowie eine stärkere Berücksichtigung des Kaltluftgutachtens (Vorlage 267/2019) in Planungsprozessen, um der Überhitzung entgegenzuwirken.
  • Bessere Vorsorgekonzepte zum Schutz vor Hochwasser mit wasserdurchlässigen Baumaterialien, Versickerungsmöglichkeiten auf Plätzen und Straßen und mit Katastrophenplänen für den Akutfall.
  • Die Maßnahmen der Artenschutzkonzeption von Tübingen umsetzen und Maßnahmen mit Prüfbedarf angehen.


Attraktiv für junge Menschen und Besucher*innen bleiben

Ulrike Baumgärtner

18. September 2022

Einheimische wie Besucher*innen verlieben sich immer wieder aufs Neue in die verwinkelten Gässchen, die Fachwerkfassaden und das bunte, junge Treiben in der Tübinger Altstadt.

Um die Stadt lebendig zu halten, werde ich die Kulturszene in Tübingen mit folgenden Maßnahmen unterstützen:

  • †Zielgerichtete Diskussionen über Kultur-Räume führen. Ich spreche mich für den Bau des Konzertsaals aus, die Standortfrage möchte ich zügig klären – vorstellbar sind sowohl das Uhlandbad als auch der Europaplatz.
  • Weitere legale Graffiti-Flächen ausweisen. Ob für professionelle Künstler*innen oder Jugendliche, die eine Wand immer wieder neu besprühen – diese kleinen Kunstwerke werten den öffentlichen Raum auf. Mit der Schaffung dieser legalen Flächen möchte ich auch Sachbeschädigung an Privateigentum vorbeugen.
  • Vielfältige Ausgehmöglichkeiten in Tübingen fördern. Früher gab es viel mehr Orte für junge Menschen und Studierende. Für ein neues Quartier zum Ausgehen bietet sich zum Beispiel der Europaplatz an. Neben dezentralen Stadtteiltreffs sollte es auch Kneipen, Cafés etc. in den Tübinger Quartieren geben – das macht für mich eine lebendige Stadt aus. Diese Entwicklung möchte ich unterstützen.
  • Attraktive ÖPNV-Anbindungen zu den Zeiten des Sport-, Kultur- und Freizeitbetriebs schaffen.
  • Das vielfältige kulturelle Angebot Tübingens in der gesamtstädtischen touristischen Vermarktung und zielgerichteten Netzwerkarbeit weiterentwickeln.


Gutes Wohnen für alle

Ulrike Baumgärtner

18. September 2022

Die Frage nach dem Wohnen der Zukunft ist eine der entscheidenden sozialen Fragen unseres Jahrzehnts. Wohn- und Baupolitik ist im Kern Sozialpolitik. Miet- und Kaufpreisen in Tübingen, die sich nicht mehr alle Menschen leisten können, darf es nicht geben. Als Oberbürgermeisterin von Tübingen lege ich einen Schwerpunkt auf innovatives Bauen, solidarisches Wohnen und gemeinschaftlich genutzte Infrastruktur. Deshalb werde ich folgende Maßnahmen umsetzen:

  • 5.000 neue Wohneinheiten schaffen, mindestens die Hälfte davon im kommunalen und Gemeinwohl orientieren Wohnungsbau
  • Die Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau (GWG) bei ihrem Ziel unterstützen, 25 Prozent der Tübinger Wohneinheiten zu stellen, um auf den Mietpreis einzuwirken.
  • Zusätzlichen Wohnraum in Gewerbegebieten schaffen, eine Milieuschutzsatzung aufstellen, das Erbbaurecht anwenden und eine Erhöhung der Grundsteuer C prüfen.
  • In Kooperation mit den Landesbehörden und dem Studierendenwerk mehr Wohnraum für Studierende schaffen. Den Vorschlag prüfen, ein Wohnheim für Auszubildende zu errichten.
  • Entwicklung von Quartierskonzepten für eine geteilte soziale Infrastruktur, z.B. Werkstätten, Waschraum, Gartengeräte oder Proberäume.

Politik hat die Aufgabe, gute Rahmenbedingungen für soziale Teilhabe und gesellschaftliche Solidarität zu schaffen. Mit eurer Stimme am 23. Oktober werde ich einen Paradigmenwechsel in der Tübinger Wohnungspolitik einläuten. Als Oberbürgermeisterin werde ich kommunale und am Gemeinwohl orientierte Wohnkonzepte vorrangig umsetzen und für gutes Wohnen für alle fördern.


Tübingen ist vielfältig

Ulrike Baumgärtner

18. September 2022

Attraktiv ist Tübingen vor allem aufgrund seiner Weltoffenheit und Solidarität. Mir ist es wichtig, dass die Diskussionskultur in unserer Stadt das tolerante, gastfreundliche und selbstbewusste Tübingen nach außen trägt. Als Oberbürgermeisterin werde ich Botschafterin dieser international ausgerichteten und regional verankerten Werthaltung sein, in dem ich folgende Rahmenbedingungen fördere:

  • Eine Willkommenskultur etablieren, die Menschen aus nah und fern willkommen heißt. In einer zentralen Verwaltungsstelle sollen alle Bürger*innen-Dienste gebündelt und den ankommenden Menschen einfach, schnell und freundlich zur Verfügung gestellt werden.
  • Mehrsprachigkeit als zusätzliche Kompetenz und Bereicherung in Kitas und Schulen wahrnehmen und den Umgang gezielt schulen.
  • Jegliche Form der Diskriminierung abschaffen. Dazu gehört eine positive Imagebildung der Unterbringung in der Europastraße, die Verstetigung der sozialen Arbeit, ein Fortbildungsprogramm für städtische Mitarbeiter*innen zur Stärkung interkultureller Kompetenzen und zur Sensibilisierung gegenüber Diskriminierung, die Förderung der Vielfaltsprojekte, wie beispielsweise die Queere Woche oder die Menschenrechtswoche, und der wertschätzende Austausch mit dem Integrationsbeirat.

Ich möchte eine Oberbürgermeisterin für alle sein und den unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen der Bürger*innen gerecht werden. Denn gemeinsam sind wir Tübingen.


20 Einsätze für Tübingen - Dr. Ulrike Baumgärtner krempelt die Ärmel hoch

Ulrike Baumgärtner

24. August 2022

OB Kandidatin Dr. Ulrike Baumgärtner ist für Tübinger Vereine im Einsatz. Im Rahmen der Aktion „20 Einsätze für Tübingen – Dr. Ulrike Baumgärtner krempelt die Ärmel hoch“ können Vereine die Kandidatin ab dem 22.08.2022 wieder für ihr Vereinsfest buchen. Eine Mail an kampagne@ulrike-baumgaertner.de reicht.

„Das Miteinander stärken und das Ehrenamt unterstützen“ sind zentrale Anliegen der Kandidatin von Bündnis 90/ Die Grünen. Tübingen zeichnet sich durch ihre engagierte Stadtgesellschaft aus. Die Tübinger Vereine, die Feuerwehr oder das Deutsche Rote Kreuz sind lebendige Beispiele dafür. Das Engagement der vielen Ehrenamtlichen hält die Gemeinschaft am Laufen und verbindet die unterschiedlichsten Menschen. Das stärkt die Lebensqualität.

Als Vorsitzende des Vereins DorfLeben in Weilheim weiß Ulrike Baumgärtner, dass es bei besonderen Aktionen wie einem Sommerfest, dem Jahreskonzert oder einem Flohmarkt immer noch ein paar fleißige Hände mehr sein könnten. Daher hat sie die Vereinsvorstände angeschrieben und ihre Hilfe angeboten.

Bei folgenden Aktionen hat sie beispielsweise schon angepackt:

Fahrradwerkstatt Gepäckträger; am Pommesstand beim Sportverein Bühl; Streichen in der Villa Hügel; Spülen beim Jubiläumsfest des Musikvereins Weilheim; Küchendienst beim internationalen Shinson Hapkido Sommercamp oder beim Kaffee und Kuchen am Kelternmuseum Unterjesingen.


Aus Verkehrspolitik Mobilitätspolitik machen

Ulrike Baumgärtner

24. August 2022

Dass Mobilität ein Thema ist, das viele Menschen umtreibt, zeigt sich nicht zuletzt an den vielen Fragen, die mir zu diesem Themenkomplex immer wieder gestellt werden.

Als Oberbürgermeisterin von Tübingen werde ich ein Mobilitätskonzept erarbeiten, das Besucher*innen von zentralen Einfahrtstoren der Stadt umweltfreundlich, einfach und günstig zu den Einkaufsläden, Cafés und Arbeitgeber*innen bringt. Das ist eines meiner acht Versprechen an die Tübinger*innen!

  • Das Konzept sieht die Einrichtung zentrale Radabstellanlagen, die Umgestaltung des Haagtorplatz und eine verkehrssichere Anbindung an den Fahrradtunnel vor. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Oberen Viehweide und dem Universitätsklinikum.
  • Ich setze mich für eine Taktverdichtung an Wochenenden und in den Abendstunden, insbesondere in den Teilorten, ein. Außerdem werde ich das Radwegenetz flächendeckend und lückenlos ausbauen.
  • Das Ergebnis der Bürger*innenentscheids zur Innenstadtstrecke der Stadtbahn akzeptiere ich. Offen gebliebene Fragen möchte ich mit euch in einem zufällig zusammengesetzten Bürger*innenrat diskutieren.
  • Sharing-Angebote von Autos, Fahrrädern oder Lastenrädern möchte ich ausbauen.
  • Mit einer autofreien Innenstadt steigt die Aufenthalts- und Lebensqualität einer Stadt. Mein Ziel ist es, die Anlieferung individueller Paketzustellungen in der Altstadt umweltfreundlicher zu gestalten und innovative Konzepte zu erarbeiten, die zeigen, wie Menschen mit eingeschränkter Mobilität die letzten Meter von den zentralen Parkmöglichkeiten zu ihrem Ziel in der Altstadt zurücklegen können.

Machen wir aus Verkehrspolitik echte Mobilitätspolitik, die  alle Verkehrsteilnehmer*innen einbezieht. Packen wir es an!


Universitätsstadt trifft Genussregion

Ulrike Baumgärtner

24. August 2022

Ferien in Tübingen! Die Tübinger*innen genießen die semester- und schulfreie Zeit und fahren in den Urlaub.

Aber warum nicht auch mal Urlaub in Tübingen? In unserer Stadt trifft die malerische Altstadt am Neckar, ein breites Kulturangebot und ein einzigartiges Flair auf die Genuss- und Erholungsregion Schwäbische Alb.

Diesen Vorteil möchte ich durch ein umfassendes Tourismuskonzept stärken, das Stadt und Kreis zusammendenkt und verstärkt auf Kooperation setzt. Das können wir erreichen, indem wir…

… die hochwertigen Angebote der hiesigien Gastronomie mit der regionalen Erzeugung verknüpfen und entsprechend präsentieren.

… das vielfältige kulturelle Angebot unterstützen und durch Netzwerkarbeit weiterentwickeln und in der gesamtstädtischen touristischen Vermarktung verankern.

… KulturRäume schaffen: durch zielgerichtete Diskussionen möchte ich Proberäume für Bands, einen Konzertsaal, einen definierten Standort für Perfomance-Kunst, Feiermöglichkeiten und legale Graffiti-Flächen einrichten.

Machen wir Tübingen zu einem noch beliebterem Urlaubsziel und stärken wir so unseren Einzelhandel und unsere hiesige Gastronomie und Hotellerie!


Frauen wünschen sich starke Vorbilder in der Politik

Ulrike Baumgärtner

24. August 2022

Gastbeitrag von Pauline-Sophie Dittmann, Co-Sprecherin des AK Gleichstellung

Am Montag, den 01.08.2022 waren die Reutlinger Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke und die Tübinger OB-Kandidatin Dr. Ulrike Baumgärtner zu Gast beim Arbeitskreis (AK) Gleichstellung der Grünen Tübingen.

Thema der Veranstaltung “Frauen in der Politik: Verantwortungsträgerinnen. Wegbereiterinnen. Vorbilder.” waren die Erfahrungen, die Frauen in von Männer dominierten Berufen machen. Das Gespräch wurde von Pauline-Sophie Dittmann, Co-Sprecherin des AKs, moderiert. Diskutiert wurde darüber, wie die beiden Frauen zur Politik gekommen sind.

Der Wille, etwas verändern zu wollen, sei dabei ausschlaggebend gewesen. Ein starker Wunsch nach Gerechtigkeit, der Eindruck, wirklich etwas bewegen zu können und natürlich die Themen, für die beide brennen: Frauen- und Sozialpolitik.

Doch dieser Weg war nicht immer ganz einfach. Die beiden Referentinnen mussten einige Hürden überwinden, um dahin zu gelangen, wo sie heute sind. Zum Beispiel stellt der politische Alltag – die vielen Sitzungen abends unter der Woche, oder die zahlreichen Veranstaltungen an den Wochenenden – für Frauen mit Kindern oft eine Herausforderung dar. Oftmals ist man auf eine*n Partner*in und ein soziales Netz aus Freund*innen und Familie angewiesen, das bei wichtigen Terminen auch mal recht kurzfristig einspringen kann. Des Weiteren müssen Frauen ihr Können häufig stärker unter Beweis stellen, um als kompetent wahrgenommen zu werden. Einige Aspekte lassen sich aber zum Glück verändern, Doppelspitzen entlasten Fraktionsvorsitzende, weil sie die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen, Sitzungszeiten können so gelegt werden, dass sie nicht mit den Zu-Bett-Geh-Zeiten der Kinder kollidieren und Sitzungen digital abzuhalten führt dazu, dass man auch von Zuhause teilnehmen kann.

Dennoch bedarf es eines grundsätzlichen Wandels, wie wir über Politikerinnen sprechen, welche Erwartungen wir an sie stellen, welche Kenntnisse es benötigt. Oftmals wird Kompetenz mit jahrzehntelanger Erfahrung gleichgesetzt, doch Demokratie bedeutet Erneuerung und Wechsel. Das heißt auch, dass jüngere Menschen nachrücken, die einen neuen Politikstil und neue Themen mit in die Gremien und Parlamente bringen. Das führt uns zu der Frage, ob Frauen anders Politik machen als ihre männlichen Kollegen. Das sind sich beide Politikerinnen einig: Ja, denn Frauen haben oft das große Ganze im Blick, bringen verschiedene Interessen zusammen, suchen nach Kompromissen und bauen Brücken. Statt stur ihre eigenen Ziele zu verfolgen ohne dabei Abstriche zu machen, wollen sie eine gute Lösung finden, die alle mittragen können.

Vielen Dank für das interessante Gespräch und den Einblick in Eure Arbeit! Wir hoffen, dass dies auch anderen Frauen Mut macht, den Schritt zu wagen und Verantwortung zu übernehmen.