Meine Ziele

1. Das Klimaschutzprogramm umsetzen und die Energiewende schaffen.

2. Anpassungsstrategien an den Klimawandel entwickeln und die Stadtentwicklung darauf ausrichten. Hier geht es auch um die Gesundheitsvorsorge in Hitzesommern und Katastrophen-Prävention.

3. Die systematische ökologische Aufwertung der Grünanlagen, Parks und Grünstreifen zum Erhalt unserer Biodiversität angehen und die Fachkräfte innerhalb der Verwaltung stärken.

4. Die Ernährungswende in öffentlichen Kantinen und Schulen gemeinsam mit dem Ernährungsrat vorantreiben in Form eines regionalen Zusammenschlusses von Erzeugung und Verarbeitung; kombiniert mit Bildungsangeboten zum Anbau und Ernährung.

5. In Sachen Regionalstadtbahn haben wir ein Ergebnis des Bürgerentscheid. Das müssen wir zunächst akzeptieren. Die umweltfreundliche Anbindung der Region an Tübingen ist gesellschaftlicher Konsens und die Finanzmittel wurden im Kreistag beschlossen. Um die Attraktivität der Anbindung auch in Tübingen zu erhöhen, brauchen wir Umsteigeorte vom Feinsten – mit bester Taktung. Der Westbahnhof und Lustnau werden hier mit der Anbindung an ein Schnellbussystem kurzfristig die wahrscheinlichste Lösung sein. Ob das am Ende die beste langfristige Lösung ist, wird sich zeigen. Wir haben ja dann einen gelebten Modellversuch.

6. Mehr Dynamik bei der Umsetzung des Mobilitätskonzepts 2030. Das liegt seit 2010 in der Schublade. Das heißt: durchgängige Radstrecken, Radabstellanlagen, Infrastruktur für E-Mobilität, Aufwertung des Straßenraums für Fußgänger*innen, Einbindung von Handel und Gewerbe.

7. Die Aufenthaltsqualität der Altstadt steigern: Vorrang für Fußgänger*innen, Radabstellanlagen, umweltfreundliche Lastentransporte. Ich will Vorrang für Fußgänger*innen in der Altstadt.

8. Auflage eines kommunalen Klima-Innovationsfonds. Partnerschaften aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sollen hierdurch unterstützt werden neue Wege zu gehen. Es braucht eine Aufbruchsstimmung und einen innovativen Gründergeist insbesondere in den Sektoren Energiegewinnung, Nutzung von Abwärme, Recyclingverfahren und Logistik.

9. Eine Fachkräfteallianz im regionalen Verbund initiieren. Denn auch Fachkräfte gehören zu den äußerst knappen Ressourcen unserer Tübinger Wirtschaft und Verwaltung.

10. Die Kultur und den Gesundheitsstandort an die Wirtschafts- und vor allem die Tourismusförderung anbinden.

Dialogische Beteiligung und wertschätzende Diskussionskultur. Das sind die zwei zentralen Veränderungen im Politikstil, die Tübingen jetzt braucht.

11. Förderprogramme zur Einrichtung von Mikro-Depots und E-Lastenräder für eine klimafreundliche Logistik in der Altstadt abrufen.

12. Landesförderprogramm für sozialverträglichen Wohnungsbau nutzen.

13. Bau von Pflegeeinrichtungen, Pflege-WGs und andere innovative Wohnformen für jedes Alter in der Kernstadt und in den Teilorten forcieren.

14. Die Denkweisen solidarischer Quartiere und traditioneller Dorfgemeinschaften unterstützen und einen Generationenvertrag für ausziehende Pflegebedürftige und einziehende Familien schmieden.

15. Gemeinwohlorientierten Wohnformen einen zentralen Platz in der Wohnungspolitik geben.

16. Ausübung des städtischen Vorkaufsrechts und Weitergabe im Erbpachtmodell gründlich prüfen. 

17. Für die gemeinsame Gestaltung des eigenen Lebensraums im Quartier und im Teilort nehmen Stadtteiltreffs die zentrale Stelle ein. Das sind die Orte für niederschwellige Begegnungen, ein Kaffee auf Spendenbasis, gärtnern im Gemeinschaftsgarten, werkeln in der Schreinerei. Früher hat man sich in „Lichtstuben“ getroffen, um Energie zu sparen. Heute sind diese Orte ein Lichtblick in manchem von Einsamkeit geprägten Alltag. Diese Orte werde ich personell aufstocken, um „nebenbei“ die individuellen Beratungs- und Unterstützungsangebote zu vermitteln, die die Menschen vor Ort brauchen. Verwaltungsstrukturen noch stärker dezentral denken.  

18. Lebensraum heißt auch Raum für Kultur – klassische Orchester, Chöre, Tanz, Subkultur. Die Planung des öffentlichen Raums muss noch stärker auf die Menschen und auf Begegnungsmöglichkeiten ausgerichtet sein. Diejenigen, die die Plätze später beleben, sollten ihre Sichtweisen schon in die Planung einbringen können: Jugendliche, Frauen, Männer, Kinder, Menschen, die keinen eigenen Garten haben, um sich coronakonform zu treffen.

19. Be-Teil-igung. Zuhören, miteinander ins Gespräch kommen. In Netzwerken und Kooperationen denken und handeln. Eindimensionale Bürgerinformationsveranstaltungen und Abstimmungen per App erfüllen diesen Anspruch nicht. Besser sind dialogische Formate, wie z.B. Bürgerräte, um die besten Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu erarbeiten.

20. Veränderung brauchen wir auch in der Sprache. In der Art wie wir miteinander und übereinander reden zeigt sich unsere Grundhaltung. Sprache ist ein mächtiges Instrument. Sprache schafft Wirklichkeit. Tübingen ist eine weltoffene, eine vielfältige und eine solidarische Stadt.

Die Rede im Ganzen zum Download gibt es hier.